Hebammenpraxis St. Gallen

Erfahrungsberichte

Plötzlich ging alles sehr schnell...

In der Woche 40+3 nahm ich erneut den Wehencocktail ein. Zuerst hat es mich etwas getroffen, da ich alles versucht habe die Wehen in Gang zu setzen, jedoch fing ich mich wieder und dachte positiv. Am Abend begannen die Kontraktionen und auch in der Nacht waren sie da. Jedoch ging ich duschen, schlief dazwischen und schaute TV.

Ich merkte, dass sich etwas vorbereitet, jedoch die Wehen nicht wirklich effizient waren. Ich bewegte mich viel und kreiste mit dem Becken ec. Was mich entspannte. Unseren Sohn brachten wir, nach dem Wehencocktail zu seiner Oma. Er war optimal versorgt. Am Nachmittag bekam ich das Progesteron Bändchen. Mein Gebärmutterhals war weiterhin mit 1cm vorhanden. Mein Mann und ich gingen fleissig laufen, ich wippte und kreiste mit dem Becken und wir konnten in Herisau noch dem Fasnachtstreiben zuschauen. Ich war entspannt. Ich hatte weiterhin Kontraktionen mit Pausen und wendete das richtige Atmen an. Leider erfuhren wir nach 23.00 Uhr, dass sich noch nichts richtig tut. Dies hat mich einen Moment traurig gemacht, da ich ja immer wieder ein Ziehen im Unterbauch mit Ausstrahlung in den Rücken hatte. Mein Mann ging in Absprache der Hebamme nach Hause (10-20 Min Fahrtweg). Sie brachte mir Orangenblütentee, heisses Magnesium und ein warmes Kissen.

Ich konnte nicht schlafen, da die Kontraktionen später schneller und stärker wurden. Ich dachte mir nichts dabei, da ich es vom letzten Mal her kannte. Ich verlangte um 00.30 Buscopan, da die Schmerzen zunahmen. Um 1.15 bemerkte ich plötzlich, dass der Oberbauch immer härter wurde und ich mit pressen beginnen wollte. Die Hebamme wollte noch ein CTG schreiben, ich meinte nur, dass wir meinen Mann kontaktieren sollten. Plötzlich war ich 10 cm offen. Ich wollte noch nicht pressen, da mein Mann noch nicht da war. Ich hielt unser 2. Glück noch etwas zurück und versuchte weiter die Wehen zu veratmen. Nach 20 Minuten traf er ein und auch der Gebärsaal war vorbereitet. Und 20 Minuten später erblickte unser zweiter Sohn die Welt und durfte zu mir auf den nackten Oberkörper kommen. Die Nabelschnur konnten wir nicht auspulsieren lassen, da er zu Beginn leichte Anpassungsstörungen hatte, jedoch konnten wir ihn zu uns nehmen. Die Einleitung dauerte seine Zeit, die Geburt war jedoch sehr kurz.

Ich hatte bis jetzt keinen richtigen Babyblues und bin sehr glücklich mit der zweiten Geburt. Auch konnte ich die Geburt von unserem ersten Sohn nochmals aktiv verarbeiten, da wir wieder im Spital Herisau waren.

Deine Tipps und die Gespräche mit dir, halfen mir sehr. Ich konnte immer wieder positiv denken, ging mir dein Gesprochenes immer wieder im Kopf durch, atmete die Wehen aus und schaute mir immer wieder die Fotos der Stellungen an. Herzlichen Dank für alles.

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